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Die Parkinson-Krankheit: Wie Sie Symptome erkennen & was Sie tun können

14-12-2020 Betreuung & Pflege
 
Auch mit der Parkinson-Krankheit können ältere Menschen noch tanzen

Das Parkinson-Syndrom oder die Parkinson-Krankheit ist eine degenerative chronische Erkrankung des menschlichen Nervensystems. Bei Morbus Parkinson handelt es sich um eine unheilbare Krankheit. Dennoch gibt es bereits gute Medikamente, mit denen sich der Krankheitsverlauf lindern und das Leben mit der Krankheit vereinfachen lassen.

So lässt sich Parkinson erkennen und behandeln:

  • Tremor (Muskelzittern) als typisches Anzeichen für Parkinson,
  • Haltungsstörungen und Laufen in kleinen Schritten sowie eingeschränkte Bewegungen,
  • Ausgelöst durch ein Ungleichgewicht der Nervenbotenstoffe,
  • Medikamentöse Behandlung und therapeutische Maßnahmen werden empfohlen.

Weitere Informationen sowie Tipps in der Pflege bei Parkinson Patienten erfahren Sie hier.

Das Parkinson-Syndrom & Symptome

Der Fachbegriff für die Parkinsonkrankheit lautet Morbus Parkinson. Rund 220.000 Menschen in Deutschland sind an Parkinson erkrankt und 6,3 Millionen Betroffene gibt es weltweit. Damit zählt Parkinson zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Nervenkrankheit lässt die dopaminproduzierenden Gehirnzellen und damit auch die Botenstoffe (Dopamin) absterben, die für die Bewegungen zuständig sind. Durch den Dopaminmangel nimmt die Bewegungsfähigkeit ab und Extremitäten wie Arme, Hände und Beine sind eingeschränkt. Ein typisches Anzeichen des Parkinson-Syndroms ist es, wenn Patienten Schwierigkeiten haben nach Gegenständen zu greifen oder wenn Hände und Füße im Ruhezustand zittern. Dies wird auch Tremor genannt.

 

Folgende Beschwerden sind kennzeichnend für die Parkinson-Krankheit:

  • Laufen in Trippelschritten
  • Muskelzittern (Tremor)
  • Bewegungsarmut (Akinese)
  • Haltungsstörungen, gekrümmter Rücken
  • Muskelsteifheit (Rigor)
  • Starre Mimik
Man in der Grafik zeigt die Symptome der Parkinson-Krankheit

Allerdings gibt es noch weitere Begleiterscheinungen und Frühsymptome, die im Zusammenhang mit der Parkinson-Krankheit auftreten. Denn einige Symptome der fortschreitenden Hirnerkrankung können schon Jahre vor den Hauptsymptomen erkennbar sein.

  • Verminderter Geruchssinn
  • Zittrigkeit
  • Depressionen
  • Temperatur- und Blutdruckschwankungen
  • Muskel- und Gelenkschmerzen im Bereich von Schulter und Arm
  • Arme schwingen beim Gehen stark mit
  • Vermehrte Stürze
  • Zunehmende Verwirrtheit
  • Sehstörungen und gestörtes Farbensehen
  • Müdigkeit, Erschöpfung und Abgeschlagenheit
  • Schlafstörungen

Diese Frühsymptome können ein Anzeichen auf die Parkinson-Krankheit sein, jedoch sind sie auch sehr unspezifisch und können auch andere Ursachen, wie zum Beispiel ein fortschreitendes Alter haben. Typischerweise verläuft die Erkrankung langsam und mit unterschiedlich starken Symptomen. Besteht der Verdacht auf Parkinson, sollte ein Facharzt oder eine Fachärztin den Patienten begutachten. Darauf folgt eine Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) des Kopfes. Auch wenn das Parkinson-Syndrom nicht heilbar ist, kann eine Behandlung helfen, um die Beschwerden zu lindern.

Die verschiedenen Formen

Es gibt drei verschiedene Formen der Parkinson-Krankheit:

  1. Idiopathisches Parkinson-Syndrom
    Diese Form des Parkinson-Syndroms tritt am häufigsten auf. Idiopathisch bedeutet „ohne weitere Ursache auftretend“. Hierbei ist das Absterben der Hirnzellen in der substantia nigra im Mittelhirn für die Krankheit verantwortlich.
  2. Symptomatisches oder sekundäres Parkinson
    Bei dem sekundären Parkinson-Syndrom ist die Ursache in Umwelteinflüssen zu finden. Diese sind zum Beispiel Giftstoffe, Erkrankungen oder Nebenwirkungen durch Medikamente.
  3. Atypisches Parkinson (Parkinson-Plus-Syndrom)
    Wenn mehrere Systeme und Bereiche im Gehirn betroffen sind, spricht man von dem atypischen Parkinson-Syndrom.

Ursachen

Parkinson ist eine Nervenerkrankung und geht von einer bestimmten Hirnregion aus. Diese Region, die sogenannte „schwarze Substanz“, liegt im Mittelhirn. Diese Region enthält viel Eisen und Melanin, deswegen ist sie dunkler gefärbt als der Rest des Hirngewebes.

Dort befinden sich auch spezielle Nervenzellen, in welchen der wichtige Botenstoff Dopamin produziert wird. Der Botenstoff wird unter anderem für die Koordination und Steuerung von Bewegungen benötigt. Bei Parkinson-Erkrankten sterben die produzierenden Nervenzellen ab.

Dadurch sinkt der Dopaminspiegel im Gehirn immer weiter ab, bis er nicht mehr ausgeglichen werden kann. Dies ist der Fall, wenn bereits 60 Prozent der Dopamin-produzierenden Nervenzellen abgestorben sind. Es kommt zu verlangsamten Bewegungen oder schließlich zu keiner Bewegung mehr (Akinese).

Darüber hinaus kommen alle anderen Nervenbotenstoffe aus dem Gleichgewicht. Ein Grund für das Zittern (Tremor) oder die Muskelsteifheit (Rigor) ist beispielsweise ein Anstieg des Botenstoffes Acetylcholin.

Genaue Ursachen der Krankheiten sind noch ungeklärt. Vererbbar ist die Krankheit bisher nachweislich nicht.

Ein gesundes Hirn und ein Hirn bei Parkinson im Vergleich

Behandlung, Therapie und Unterstützung bei Parkinson

Jeder Mensch ist unterschiedlich, deswegen muss auch die Parkinsontherapie an jeden Patienten individuell angepasst werden. Sind die Symptome anfangs noch nicht so ausgeprägt, dann bedarf es meist noch keiner Medikation. Mit dem Fortschreiten der Krankheit werden Medikamente oder neurochirurgische Eingriffe für eine Hirnstimulation nötig. Spezielle Fachkliniken für Parkinson sollten Sie für eine Behandlung in Betracht ziehen.

Neben klassischen medikamentösen Maßnahmen können auch weitere zum Einsatz kommen. So zum Beispiel:

  • Physiotherapie
  • Logopädie
  • Ergotherapie

Die Parkinson-Krankheit ist schleichend zu Beginn und lässt sich in den ersten fünf Jahren sehr gut medikamentös behandeln. Die motorischen und nicht-motorischen Symptome werden durch Medikamente reguliert. Mit dem Fortschreiten der Krankheit nehmen auch die Symptome zu. Medikamente werden dann häufig mehrmals am Tag eingenommen, um die Symptome und Bewegungsstörungen zu regulieren.

Es besteht die Möglichkeit, die Parkinson-Krankheit in speziellen Parkinson-Zentren stationär begleiten zu lassen. Dort werden alle Maßnahmen genutzt. Durch die vollständige Unterstützung des Patienten wird die Lebenszeit qualitativ verbessert. Patient und Angehörige werden entlastet und die Selbstständigkeit des Patienten wird beibehalten. Außerdem kann durch eine Therapie eine frühzeitige Pflegebedürftigkeit verhindert werden.

Eine Frau halt die Hand eines Patienten mit der Parkinson-Krankheit

Parkinson in der Pflege

Im frühen Stadium der Parkinson-Krankheit stellen Alltagssituationen mit etwas Geduld keine Probleme dar. Einige Änderungen in der Routine können hilfreich sein. Diese Tipps helfen Betroffenen und Angehörigen:

  • Kleidung mit Reiß- und Klettverschluss
  • Slipper statt Schnürschuhe
  • Ausführliche und stetige Kommunikation mit Angehörigen, Ärzten und Therapeuten
  • Hobbys und Kontakte beibehalten
  • Ausstattung der Wohnung mit Haltegriffen und Handläufen
  • Die Wohnung rutschsicher gestalten, um Stürze zu vermeiden
  • Hilfsmittel zur Stabilisation der Hände

Sind die Symptome der Parkinsonkrankheit bereits in einem ausgeprägten Stadium, braucht der Patient meist mehr Unterstützung. Wir informieren Sie gerne über Ihre Möglichkeiten zur Altenbetreuung, Intensivpflege und zu weiteren Pflegeformen. Der Umgang mit einer schweren Krankheit kann Angehörige vor eine Herausforderung stellen. Professionelle Hilfe und Unterstützung sorgen für Entlastung – sowohl bei dem Patienten oder der Patientin als auch in der Familie. Wir informieren Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten der Betreuung bei einem Pflegefall. Nehmen Sie dazu gerne Kontakt über das Kontaktformular auf.

Es besteht die Möglichkeit, die Parkinson-Krankheit in speziellen Parkinson-Zentren stationär begleiten zu lassen. Dort werden alle Maßnahmen genutzt. Durch die vollständige Unterstützung des Patienten wird die Lebenszeit qualitativ verbessert. Patient und Angehörige werden entlastet und die Selbstständigkeit des Patienten wird beibehalten. Außerdem kann durch eine Therapie eine frühzeitige Pflegebedürftigkeit verhindert werden.

Häufige Fragen zu der Parkinson-Krankheit

Was ist Parkinson?

Morbus Parkinson ist eine Nervenkrankheit. Der Verlauf ist sehr schleichend. Sie äußert sich in Muskelzittern (Tremor), Muskelsteifheit, langsamen Bewegungen, einem maskenhaften Gesicht und weiteren, nicht-motorischen Symptomen zum Beispiel Verdauungsproblemen, Vergesslichkeit und Depressionen. Sie betrifft vor allem Menschen ab dem Alter von 65 und ist nicht heilbar. Allerdings ist die Lebenserwartung immer noch hoch.

Wie kann man Parkinson behandeln?

Parkinson ist nicht heilbar, allerdings lassen sich die Symptome medikamentös behandeln. Ein häufig verabreichtes Medikament ist Levodopa. Es wird zeitweise eine stationäre Behandlung empfohlen, die mit Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie kombiniert wird. Die Wirkung ist bei den meisten Patienten sehr vielversprechend.

Häufige Symptome von Parkinson?

Die Symptome können bei jedem Parkinson-Patienten anders sein. Sie äußern sich jedoch meist in:

  • Bewegungsverlangsamung
  • Steifheit
  • Zittern
  • Krämpfen in Armen und Beinen
  • Haltungsinstabilität