Weiterreichende Bedürfnisse bei Pflegebedürftigen

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Weiterreichende Bedürfnisse bei Pflegebedürftigen

Die weiterreichenden Bedürfnisse bei Senioren sind sehr differenziert. Dies ergibt sich aus deren früheren Leben, der sozialen und familiären Stellung, des ausgeübten Berufs oder Interessen. Jeder Senior hat solche Bedürfnisse, nur der Grad der Bewusstma­chung ist kleiner oder größer. Die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist nicht weni­ger bedeutsam als die Befriedigung der existenziellen Bedürfnisse.

Weiterreichende Bedürfnisse sind Folgende:

  • das Bedürfnis nach Zugehörigkeit
    • Der Pflegebedürftige überwindet das Gefühl von Einsamkeit und Fremde, indem er in nahe Beziehungen mit Personen tritt, die er trifft. Er braucht einen häufigen Kontakt mit seiner Familie. Dabei helfen häufige Telefonate, aber auch Gruppenaktivitäten, wie zum Beispiel Religion, Nachbarschaft oder auch Senioren-Spieleabende.
  • das Bedürfnis nach Achtung
    • Anerkennung und nach dem Gefühl, gebraucht zu werden. Es ist eines der wichtigsten Bedürfnisse der Senioren. Um es zu befriedi­gen, sollte ihnen die Chance gegeben werden, ihre Lebenserfahrungen zu nutzen. Es sollte versucht werden Möglichkeiten zu schaffen, in denen die bereits bestehenden Interessen entwickelt werden, oder neue geweckt werden. Ermuntern Sie sie, Traditionen zu pflegen. Vor allem behandeln Sie den Senior nicht, als ob er ein Kind wäre, auch dann nicht, wenn er unter Demenz leidet. Durch das Engagieren der Senioren bei den alltägli­chen Tätigkeiten wird der Fortschritt der Demenzkrankheiten und der Altersschwä­che verlangsamt.
  • kognitive Bedürfnisse
    • Achten Sie darauf, dass sich der Pflegebedürftige Fernseh­programme ansieht, die ihn interessieren. Sie sollten ihm aus Presseerzeugnis­sen und Büchern vorlesen und solche beschaffen, die er mag. Sprechen Sie mit ihm über die Nachbarn oder Freunde.
  • ästhetische Bedürfnisse
    • Sie betreffen sowohl das Umfeld des Pflegebedürftigen, als auch ihn selbst. Jede Frau möchte schön sein. Machen Sie ihnen eine Freude und machen ihnen hin und wieder Komplimente. Die ästhetischen Bedürfnisse betreffen auch das Bedürfnis, Kontakt mit der Kunst zu haben. Dafür eignen sich Theater- oder Galerie­besuche oder auch Konzert. Spornen Sie ihn zu einer künstlerischen Tätigkeit, wie z.B. das Singen oder Malen, an.
  • das Bedürfnis der Selbstverwirklichung
    • Erlauben Sie dem Senioren Tätigkeiten auszu­führen, die er selbst machen will. Wenn ihm das nicht gelingt, warten Sie etwas ab und schlagen Sie ihm Ihre Hilfe vor. Der Pflegebedürftige sollte nie ent­mutigt werden, aktiv zu sein. Zum Beispiel sollten Sie bei Mahlzeiten nicht helfen, wenn das nicht nötig ist.
  • geistliche Bedürfnisse
    • Auf Grund der gesammelten Lebenserfahrung und der ver­änderten Situation kommt es vor, dass der Pflegebedürftige seine Einstellung zum Glauben ändert. Versuchen Sie nicht die Entscheidungen der Senioren zu beeinflussen.

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